Blasmusik ist Trumpf

Corona

Liebe Musikerinnen und Musiker,

Auf der Seite des Sozialministeriums gibt es tagesaktuelle Informationen zum Stand der Pandemie.

Corona – , aus Sicht eines Blasmusikfunktionärs

Der Ausbruch der Corona-Pandemie in Europa, Deutschland und der Region hat uns alle überrascht und in ihrer Verbreitungsgeschwindigkeit und Vehemenz wachgerüttelt. Bereits nach wenigen Tagen war unseren Vereinen trotz noch stellenweise vorhandenem Optimismus schnell klar, welche Folgen dieses Virus für das Vereinsleben auf lange Zeit haben könnte und jetzt tatsächlich hat. Die Politiker in Bund und Land haben reagiert und folgerichtig Gebote, Verbote und Verordnungen erlassen und diese entsprechend der weltweiten Pandemieentwicklung verschärft und ausgeweitet.

Wir haben die Maßnahmen bundesweit mitgetragen, obwohl einzelne Bundesländer unterschiedlich stark von der Pandemie betroffen waren. Leider haben in diesem Unterstützungs- und Förderungsreigen unsere politischen Führungskräften die Kultur, die Künstler, die Freischaffenden und damit das Gemeinschaftsgefühl und das gesellschaftliche Leben ausgeblendet und teilweise an die Wand gefahren.

Richtschnur des politischen Handelns waren die Vorgaben und Statements der Virologen, die Fallzahlen, der R-Faktor und die Entwicklung in anderen Ländern. Zeit für Lockerungen und Zeit für teilweise Normalität?? Doch wie sehen diese Lockerungen aus, wo sieht die Politik die Schwerpunkte des Handelns?

In meinem Innersten war mir fast klar, wer als Erster wieder in den Genuss gemeinsamer Aktivitäten kommen würde. Es war wie erwartet der Profifußball. Nicht das Bedürfnis nach Brot und Spielen hat unsere Politiker zu dieser Entscheidung geführt, sondern die ausgezeichnete Lobbyarbeit unserer großen Bundesligaclubs. Neben dem öffentlichen Druck durch die Fernsehanstalten und der Politik, die es mit einem einflussreichen Medium und einem millionenschweren Verband nicht verscherzen darf, kann es nur die nachfolgenden Gründe für die getroffene Entscheidung geben:

  • Die Fußballer haben kaum Körperkontakt mit ihrem Gegner, jedenfalls halten sie in der Regel die Abstandsvorgaben ein. Auf den Mund-Nasen-Schutz wird verzichtet.
  • Die Befreiung der Atemwege durch Ausspucken auf den Rasen erfolgt punktgenau und gezielt (es sind eben Profis) anders als beim Spielen eines Blasinstrumentes. Eine Streuung der Aerosole ist dadurch ausgeschlossen.

  • Bei spontanen und emotionalen Erfolgsausbrüchen wird die Abstandsregel nur im Nanobereich ausgehebelt. Umarmungen sind weiterhin untersagt.'

  • Der gemeinsame Ball wird von mehreren Spielern immer wieder abgewischt und dadurch weitestgehend desinfiziert.

  • Auch in den Kabinen und beim Duschen geht alles vorschriftsmäßig zu. Trotz der überzogenen Darstellung fällt es schwer, diese Lockerung im Profifußball zu verstehen, geschweige denn nachzuvollziehen. Inzwischen gelten die Hygiene- und Abstandsregeln auch für den Tanzsport nicht mehr. Man tanzt drauflos wie zur guten alten Zeit. Von der Bürokratie, die im Laufe der Pandemie zu einer nie gekannten Höchstform aufgelaufen ist und unter dem Schutz von Covid - 19 alle Register der Reglementierung und Staatsmacht gezogen hat, habe ich als Staatsbürger wieder einmal erfahren müssen, dass es eine Gleichheit vor dem Gesetz faktisch nicht gibt; es gibt Menschen, Vereine und Institutionen, die gleicher sind.

Auch zu diesem Phänomen ist zu meiner großen Enttäuschung der berechtigte Aufschrei in Presse und anderen Medien ausgeblieben. Bei den hiesigen Zeitungen hat man sich auf die Veröffentlichung von Zahlen und Statistiken eingeschossen, lokale Sportgrößen interviewt, Fürstäbte und weitere lokalillustre Adelige portraitiert, das Kriegsende zurück geholt und für Desinteressierte Kreuzworträtsel und Suchbilder installiert. Ein Lob allerdings für die Vermittlung von Allgemeinwissen und Sachverhalten auf der Seite für Kinder und Jugendliche. Doch keine Zeile darüber, wie es den Musikvereinen geht, wie sie ihre Dirigenten und Jugendausbilder zahlen sollen und wie die Vereinsmitgliedern mit den teilweise zur Überheblichkeit mutierenden politischen Isolierungsvorgaben umgehen und neben ihrem aktiven Hobby auch Kommunikation und Geselligkeit pflegen sollen. Dafür wäre in dem an Schwindsucht leidenden Zeitungsformat auch kein Platz mehr gewesen. Als der geschichtsträchtige Fundus weitestgehend erschöpft war oder an Interesse verloren hat, kam jetzt die regionale Historie der Fußballvereine als Fortsetzungsgeschichte zum Zuge. Diesen Lesestoff hätten die Musikvereine auch bieten können. Auch aus der Vita der Musikvereine lassen sich interessante ortsgeschichtliche Ereignisse und Entwicklungsabläufe einer Ortschaft dokumentieren.

Doch wer wie wir Amateurmusiker in Stadt und Land schon in normalen Zeiten mit einer eher geringen Wertschätzung lebt, wird nachvollziehen können, dass das derzeit programmierte Desinteresse an uns logischer Weise auf einen Wert gleich Null sinken muss. Auch wir haben nach vielen Gesprächen unseres Landesverbandes mit der Landesregierung und mit Bundespolitikern einige Lockerungen der Fesseln in unserer Arbeit erfahren dürfen. Allerdings bei weitem nicht so erfolgreich wie bei anderen Verbänden. So ist z.B. in manchen Landkreisen Instrumentalunterricht in Gruppen erlaubt, Einzelunterricht dagegen nicht?! Raumbedarf und Raumbetreuung lassen jedoch eine sinnvolle und umfassende Register- bzw. Orchesterprobenarbeit weiterhin nicht zu. Es ist auch schwer zu verstehen, dass Demonstrationen für tausende sich fremde Aktivisten erlaubt werden, Blasmusiker und Chöre, deren Mitglieder sich kennen und oft familiär verbunden sind, wie Aussätzige behandelt werden.

Wo ist die Gefahr der Ansteckung durch Aerosole wahrscheinlicher?

Jetzt will unsere Pseudo-Kulturministerin Eisenmann im kommenden Schuljahr den Instrumentaluntericht an Schulen verbieten. Das wäre der Todesstoß für unsere Bläserklassen.
Geht`s eigentlich noch?
Wer als Vereinsvorsitzender, Jugendbetreuer oder engagierter Aktiver das alles verinnerlicht, macht sich folgerichtig existenzielle Sorgen um den Fortbestand seines Vereins nach Corona. Da er sich für seine Mitglieder verantwortlich fühlt, sucht er mit seiner Vorstandschaft nach Lösungen für das Vereinsleben während der Krise und für einen erfolgreichen Wiederbeginn. Die Kommunen bieten zwar ihre Unterstützung an, doch ist die Weitergabe von Geboten und Verordnungen eher kontraproduktiv und führt bei manchen Funktionären lediglich zu Desinteresse und Resignation als dass sie Zeichen für einen Aufbruch setzen würde. Hier gab und gibt es Luft nach oben. Wenig hilfreich sind auch Kommentare von Mitbürgern*, die sich intellektuell um alles sorgen, sich letztendlich jedoch um nichts kümmern.

Seit einigen Tagen dürfen Schüler* wieder in die Grundschulen. Schulsport ist wieder erlaubt. Der Umgang mit Alten und Pflegebedürftigen wurde humanisiert, die Gastronomie hoffentlich vor dem Kollaps bewahrt. Auch die Künstler, Orchester und Chöre schöpfen neue Hoffnung. Manches ist auf den Weg gebracht und trägt dazu bei, dem normalen Leben einen weiteren Schritt näher zu kommen. Nun bleibt zu hoffen, dass die Menschen besonders in den Städten und Ballungsräumen diese Lockerungen im Umgang miteinander diszipliniert umsetzen und keinen Anlass für eine weitere Welle bieten.

Ich nehme diese Entwicklung zum Anlass, meine Gedankengänge vorerst auf Eis zu legen. Im Blasmusikkreisverband Freudenstadt und einzelnen Vereinen wird zaghaft begonnen, den Kontakt zwischen den Vereinsmitgliedern wieder durch unterschiedliche Aktivitäten zu beleben, einzig mit dem Ziel, den Verein nicht auseinanderbrechen zu lassen. Ich danke allen mit großer Hochachtung, die in dieser schweren Zeit ihrem Verein treu geblieben sind und nun darauf warten, dass es weitergeht und sie sich wieder wie gewohnt einbringen können.
Ich danke für das Durchhaltevermögen, die Toleranz gegenüber sog. Risikogruppen und die Akzeptanz für Entscheidungen der Politik zur Eindämmung der Pandemie, auch wenn sie im Musikbereich nur schwer nachvollziehbar sind und hoffe, dass wir mit vereinten Kräften das Virus besiegen.

Anmerkung des Verfassers: *gilt auch für weiblich
Hans Dreher, Horb-Dettingen
Präsident Blasmusikkreisverband Freudenstadt e.V. im Juli 2020

Was geht im Kreis?

Beachten Sie bitte auf Grund der derzeitigen Situation um CONVID 19

die Mitteilungen der öffentlichen Organe, Vereine und Verbände zu Terminen und Zusammenkünften.

Samstag, 03.10.2020

Schlachtplatte MV Harmonie Bittelbronn

Horb-Bittelbronn (Mehrzweckhalle)

Schlachtplatte:

Der Musikverein "Harmonie" Bittelbronn veranstaltet an diesem Wochenende seine traditionelle Schlachtplatte.

Samstag, 10.10.2020

Schlachtplatte MV Betzweiler

Heimbachhalle Betzweiler

Kerbe mit Schlachtplatte und Blasmusikgaudi
Ganztägig Schlachtplatte, abends Blasmusikgaudi mit Gastkapellen und „Wettkämpfe“ zwischen den Musikvereinen

Freitag, 16.10.2020

Kirbe Böffingen

Böffingen (Vereinsheim Bauernkapelle Böffingen)

16.10. + 18.10.2020 Kirbe Vereinsheim Bauernkapelle Böffingen

Sonntag, 25.10.2020

Schlachfest MV Dettingen

Dettingen (Schlossscheuer)

Schlachfest mit Musik

Samstag, 07.11.2020

72184 Eutingen-Göttelfingen (Korntalhalle)

35.Teufels Bockbierfest mit 25.Starparade...

In der Tracht kracht's

Wittlensweiler (Erwin-Hils-Halle)

"In der Tracht kracht's"
Erwin-Hils-Halle in Wittlensweiler

Die Vereinigten Musikvereine Wittlensweiler und Pfalzgrafenweiler eröffnen musikalisch den Abend.

Danach spielen die "Schwarzwald Buam" zum Tanz.

 

Hinweis zur Musikschule Grüntal

Hier auf der Seite zur Musikschule findet man einen Belegungsplan zur Orientierung über freie noch buchbare Zeiten für die Räumlichkeiten der Musikschule.




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Hinweis zum Vereinsregister

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Zum 27.03.2015 wird das Vereinsregister an das Amtsgericht Stuttgart übertragen.
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